Wir haben die letzten Monate intensiv daran gearbeitet, medizinische Dokumentation nicht nur schneller, sondern auch smarter zu machen. Heute stellen wir dir unsere neuen Befundformulare vor.
Warum wir Befundformulare entwickelt haben
Seit dem Start von Berichte Guru haben wir viel Feedback aus der Community erhalten. Textbausteine sind praktisch für wiederkehrende Formulierungen, aber bei komplexen körperlichen Untersuchungen fehlte vielen von euch etwas: Eine Struktur, die durch den Befund führt und dabei hilft, nichts zu vergessen. Gleichzeitig sollte das Ergebnis kein starres Template sein, sondern ein natürlich formulierter medizinischer Text.
Genau diese Balance wollten wir erreichen: Strukturierte Erhebung trifft auf flexible Dokumentation. Das Ergebnis sind unsere neuen Befundformulare – intelligente Formulare, die deine Klicks in Echtzeit in professionelle medizinische Berichte verwandeln.
Der Workflow: Von der Auswahl zum fertigen Text
Wir haben den Prozess bewusst in drei klare Schritte unterteilt, die dich durch die Dokumentation führen.
1. Auswahl: Was möchtest du dokumentieren?
Auf der Startseite der Befundformulare wählst du aus, welche klinischen Bereiche du untersuchen möchtest. Möchtest du nur den Herzstatus dokumentieren? Oder einen kompletten internistischen Status mit Herz, Lunge und Abdomen? Die Entscheidung liegt bei dir.
2. Durchklicken: Das Formular leitet dich
Jetzt wird es spannend: Das System führt dich durch die gewählten Bereiche. Du klickst die erhobenen Befunde an – und hier kommt ein echtes Highlight: Der Normalbefund-Button. Ein Klick, und alle Felder werden auf physiologische Standardwerte gesetzt. Du musst dann nur noch die tatsächlichen Abweichungen anpassen. Das spart enorm viel Zeit, besonders bei unauffälligen Patienten.
Noch praktischer: Du kannst deine eigenen häufigen Befundkonstellationen als persönliche Presets speichern und jederzeit wieder abrufen. Ein Beispiel aus der Praxis: Wenn du regelmäßig Patienten mit Herzinsuffizienz untersuchst, kannst du einen typischen Befund einmal ausfüllen (z.B. "Herztöne leise, 3. Herzton nachweisbar, basale Rasselgeräusche beidseits") und als "Preset Herzinsuffizienz" speichern. Beim nächsten Patienten mit ähnlichem Befund genügt ein Knopfdruck – das Formular ist sofort ausgefüllt und du passt nur noch die individuellen Details an.
3. Finalisieren: Vorschau, Editieren, Kopieren
Während du durch das Formular klickst, siehst du rechts (am Desktop) oder unten (mobil) in Echtzeit, wie dein Text entsteht. Diese Live-Vorschau ist wichtig: Sie schafft Transparenz und du siehst sofort, ob der Text so passt, wie du ihn haben willst. Am Ende kannst du den fertigen Gesamtbefund noch im integrierten Editor anpassen und dann mit einem Klick in die Patientenakte kopieren.
Was unter der Haube passiert
Die technische Herausforderung war, aus einzelnen Datenpunkten grammatikalisch korrekte, medizinisch präzise Sätze zu generieren. Unsere Engine beherrscht medizinische Logik: Sie vermeidet Abkürzungen im finalen Text, setzt Satzzeichen korrekt und kann zwischen deutscher und Schweizer Grammatik umschalten.
Besonders clever sind die intelligenten Notizfelder: Jedes Auswahlfeld hat ein begleitendes Freitextfeld. Die Engine integriert deine Notizen grammatikalisch korrekt in den Satz. Ein Beispiel: Du wählst "Systolikum" aus und schreibst in die Notiz "3/6 über Punctum maximum". Das Ergebnis im Text: "3/6 Systolikum über Punctum maximum" – die Engine baut deine Ergänzung sinnvoll ein.
Welche Module sind verfügbar?
Aktuell stehen dir sechs spezialisierte Befundformulare zur Verfügung: Der Herzstatus deckt Auskultation und Rhythmus ab, der Lungenstatus erfasst Atemgeräusche und Klopfschall, das Abdomenstatus-Formular dokumentiert Darmgeräusche, Druckschmerz und Resistenzen. Für neurologische Untersuchungen gibt es den Neurostatus mit Kraft, Sensorik, Reflexen und Hirnnerven. In der Psychiatrie hilft der psychopathologische Befund bei der Dokumentation von Bewusstsein, Orientierung, Affekt und weiteren relevanten Aspekten. Für die Notfallmedizin haben wir ein eFAST-Formular entwickelt, das die Ultraschall-Dokumentation strukturiert.
Weitere Module sind bereits in Planung – und genau hier kommst du ins Spiel.
Wo finde ich die Befundformulare?
Aktuell sind die Befundformulare nur für eingeloggte Nutzer über das Dashboard unter dem Menüpunkt "Befundformulare" erreichbar. Beim ersten Aufruf führt dich ein kurzer Onboarding-Guide durch die wichtigsten Funktionen. Danach kannst du sofort loslegen.
Im Verlauf planen wir, die Befundformulare auch öffentlich auf der Webseite verfügbar zu machen, sodass auch nicht eingeloggte Nutzer sie ausprobieren können.
Wie es weitergeht
Berichte Guru ist und bleibt ein lebendiges Projekt. Wir arbeiten kontinuierlich an neuen Features und Verbesserungen. Die Befundformulare sind ein großer Schritt in eine Richtung, die wir weiter ausbauen wollen: Intelligente Werkzeuge, die dir den Alltag erleichtern, ohne dass du dich umgewöhnen musst.
Aber wir sitzen nicht alleine im stillen Kämmerlein und überlegen uns, was gut sein könnte. Die besten Ideen kommen von dir und anderen, die täglich mit Patientendokumentation arbeiten. Viele unserer besten Features entstanden genau so – aus eurem Feedback. Welche Befundformulare würden dir helfen? Welche klinischen Bereiche sollen wir als nächstes abdecken? Hast du Ideen für neue Features oder Verbesserungen an den bestehenden Formularen?
Ideen oder Feedback?
Wir freuen uns über deine Vorschläge für weitere Befundformulare oder Verbesserungen. Schreib uns einfach – gemeinsam machen wir Berichte Guru noch besser.


