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Anamnese:
Der Patient berichtet über ein direktes Trauma auf das Kniegelenk im Rahmen eines Sturzes. Seither bestehen belastungsabhängige Schmerzen sowie eine Schwellung im betroffenen Bereich. Eine Instabilität oder Blockierungserscheinungen werden verneint. An Vorerkrankungen sind keine relevanten Pathologien bekannt, insbesondere bestehen keine chronischen Gelenkleiden. Allergien oder Unverträglichkeiten werden verneint. Eine Dauermedikation besteht aktuell nicht.
Status Knie:
Haut intakt, keine Rötung. Lokale Schwellung und Hämatomverfärbung über der Patella/Vorderseite. Druckdolenz fokal über dem betroffenen Areal, Gelenkspalt frei. Kein intraartikulärer Erguss, tanzende Patella negativ. ROM schmerzbedingt endgradig eingeschränkt, keine mechanische Sperre. Bandstabilität (Lachman, Schubladen, Kollateralbänder) klinisch intakt. DMS distal unauffällig.
Beurteilung und Prozedere:
Es zeigt sich das Bild einer unkomplizierten Knieprellung ohne Hinweis auf eine ligamentäre oder ossäre Verletzung. Wir empfehlen die Fortführung der symptomatischen Therapie mit lokaler Kühlung, Hochlagerung und bedarfsweiser Analgesie mit NSAR. Eine schmerzadaptierte Vollbelastung ist gestattet. Bei Persistenz der Beschwerden oder Zunahme der Schwellung sollte eine radiologische Abklärung mittels Röntgen oder MRI erfolgen.
Die notfallmässige Zuweisung erfolgte nach einem häuslichen Sturzereignis auf die linke Hüfte. Bei Eintritt klagte die Patientin über starke Schmerzen in der linken Leiste und eine Gehunfähigkeit. Klinisch zeigte sich das linke Bein verkürzt und aussenrotiert. Neurovaskulär war die Extremität intakt. Das konventionelle Röntgen bestätigte eine dislozierte mediale Schenkelhalsfraktur links (Garden IV). Aufgrund des biologischen Alters und der Dislokation stellten wir die Indikation zum Gelenkersatz.
Nach kurzfristiger präoperativer Vorbereitung führten wir die Implantation einer zementierten Totalendoprothese (Hüft-TEP) links durch. Der Eingriff und die anästhesiologische Überwachung verliefen komplikationslos. Postoperativ wurde die Patientin unter physiotherapeutischer Anleitung bei erlaubter Vollbelastung früh mobilisiert. Das erste Aufstehen gelang am ersten postoperativen Tag. Das Kontrollröntgen zeigte eine regelrechte Lage der Implantate. Die Wundheilung verlief stadiengerecht. Wir leiteten eine leitliniengerechte Osteoporose-Therapie mit Vitamin D und Calcium sowie eine Sturzprophylaxe-Beratung ein. Die Verlegung in die stationäre Rehabilitation zur weiteren Mobilisation wurde organisiert.
Die notfallmässige Zuweisung erfolgte aufgrund akuter Suizidalität bei bekannter rezidivierender depressiver Störung. Der Patient berichtete über konkrete Suizidpläne und eine massive Hoffnungslosigkeit. Im psychopathologischen Befund zeigten sich eine hochgradige Depressivität mit gedrückter Stimmung, Antriebslosigkeit, psychomotorischer Hemmung sowie Grübelzwang und Insuffizienzgefühlen. Schlafstörungen und Appetitverlust bestanden seit Wochen.
Wir indizierten die stationäre Aufnahme auf der Akutstation. Initial stand die Sicherung der Vitalfunktionen und der Aufbau einer tragfähigen therapeutischen Beziehung im Vordergrund. Pharmakologisch leiteten wir eine antidepressive Kombinationstherapie mit einem SSRI und einem schlafanstossenden Antidepressivum ein. Begleitend erhielt der Patient Benzodiazepine zur akuten Entlastung. Unter diesem multimodalen Regime aus Pharmakotherapie, psychotherapeutischen Einzelgesprächen und soziotherapeutischer Begleitung distanzierte sich der Patient im Verlauf glaubhaft von der Suizidalität. Die Stimmung hellte sich leicht auf und der Antrieb verbesserte sich. Der Austritt erfolgte in das teilstationäre Setting einer Tagesklinik zur weiteren Stabilisierung.