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Die notfallmässige Zuweisung des Säuglings erfolgte durch den Kinderarzt aufgrund einer progredienten respiratorischen Insuffizienz und Trinkschwäche bei bekanntem RSV-Umfeld. Bei Eintritt präsentierte sich der Säugling in deutlich reduziertem Allgemeinzustand mit ausgeprägter Tachypnoe, subkostalen und jugulären Einziehungen sowie exspiratorischem Giemen. Die transkutane Sauerstoffsättigung lag unter Raumluft bei 88%. In der kapillären Blutgasanalyse zeigte sich eine respiratorische Teilinsuffizienz mit leichter Hyperkapnie. Der RSV-Schnelltest im Nasopharyngealabstrich war positiv.
Wir indizierten die stationäre Aufnahme zur Überwachung und supportiven Therapie. Aufgrund der Hypoxämie und der Atemarbeit etablierten wir eine High-Flow-Sauerstofftherapie, worunter sich die Atemmechanik rasch stabilisierte. Die Ernährung stellten wir passager auf Sondenernährung um, um eine Aspiration bei Tachypnoe zu vermeiden. Unter regelmässigem Absaugen der oberen Atemwege und Inhalation mit hypertoner Kochsalzlösung kam es über die nächsten Tage zu einer stetigen Besserung der respiratorischen Situation. Der Sauerstoffbedarf konnte sukzessive reduziert und schliesslich sistiert werden. Nach erfolgreichem Kostaufbau an der Brust und stabiler Oxygenierung unter Raumluft über 24 Stunden erfolgte der Austritt nach Hause.
Die notfallmässige Zuweisung erfolgte nach einem häuslichen Sturzereignis auf die linke Hüfte. Bei Eintritt klagte die Patientin über starke Schmerzen in der linken Leiste und eine Gehunfähigkeit. Klinisch zeigte sich das linke Bein verkürzt und aussenrotiert. Neurovaskulär war die Extremität intakt. Das konventionelle Röntgen bestätigte eine dislozierte mediale Schenkelhalsfraktur links (Garden IV). Aufgrund des biologischen Alters und der Dislokation stellten wir die Indikation zum Gelenkersatz.
Nach kurzfristiger präoperativer Vorbereitung führten wir die Implantation einer zementierten Totalendoprothese (Hüft-TEP) links durch. Der Eingriff und die anästhesiologische Überwachung verliefen komplikationslos. Postoperativ wurde die Patientin unter physiotherapeutischer Anleitung bei erlaubter Vollbelastung früh mobilisiert. Das erste Aufstehen gelang am ersten postoperativen Tag. Das Kontrollröntgen zeigte eine regelrechte Lage der Implantate. Die Wundheilung verlief stadiengerecht. Wir leiteten eine leitliniengerechte Osteoporose-Therapie mit Vitamin D und Calcium sowie eine Sturzprophylaxe-Beratung ein. Die Verlegung in die stationäre Rehabilitation zur weiteren Mobilisation wurde organisiert.
Die notfallmässige Zuweisung erfolgte aufgrund akuter Suizidalität bei bekannter rezidivierender depressiver Störung. Der Patient berichtete über konkrete Suizidpläne und eine massive Hoffnungslosigkeit. Im psychopathologischen Befund zeigten sich eine hochgradige Depressivität mit gedrückter Stimmung, Antriebslosigkeit, psychomotorischer Hemmung sowie Grübelzwang und Insuffizienzgefühlen. Schlafstörungen und Appetitverlust bestanden seit Wochen.
Wir indizierten die stationäre Aufnahme auf der Akutstation. Initial stand die Sicherung der Vitalfunktionen und der Aufbau einer tragfähigen therapeutischen Beziehung im Vordergrund. Pharmakologisch leiteten wir eine antidepressive Kombinationstherapie mit einem SSRI und einem schlafanstossenden Antidepressivum ein. Begleitend erhielt der Patient Benzodiazepine zur akuten Entlastung. Unter diesem multimodalen Regime aus Pharmakotherapie, psychotherapeutischen Einzelgesprächen und soziotherapeutischer Begleitung distanzierte sich der Patient im Verlauf glaubhaft von der Suizidalität. Die Stimmung hellte sich leicht auf und der Antrieb verbesserte sich. Der Austritt erfolgte in das teilstationäre Setting einer Tagesklinik zur weiteren Stabilisierung.