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Anamnese: Notfallmässige Vorstellung. Die Patientin berichtet, dass sie seit xxx starke Schmerzen und eine Druckdolenz im linken Unterschenkel verspüre. Keine Flugreise oder längere Immobilisation in letzter Zeit. Keine Dyspnoe, kein Herzrasen, kein Schwindel.
Lokalstatus Unterschenkel links/rechts: Integument intakt. Wade weich und druckdolent. Dezente Schwellung der Wade im distalen Drittel mit 2cm Umfangsdifferenz.
Mayr-, Peyrzeichen positiv, Hohmann-Zeichen negativ. Bewegungsumfang allseits vollumfänglich erhalten mit Kraftgrad M5/5. Sensibilität allseits erhalten. A. dorsalis pedis und A. tibialis posterior kräftig palpabel. Gangbild unauffällig.
Duplexsonographie Unterschenkel links/rechts vom xxx : Thrombose V. tibialis anterior und posterior links/rechts. V. poplitea frei.
Anamnese: Notfallmäßige Selbstvorstellung. Der Patient berichtet über einen Sturz auf den Hinterkopf am heutigen Tag. Er sei ausgerutscht und rücklings zu Boden gefallen. Keine Bewusstlosigkeit, keine Ereignisamnesie, kein Krampfanfall. Keine Sehstörungen, keine Taubheitsgefühle oder Schwächen in den Extremitäten. Kein Blut aus Nase oder Ohren. Seit dem Sturz klagt er über Kopfschmerzen im Hinterkopf und leichte Übelkeit. Kein Erbrechen, keine Schwindelgefühle. Keine Vorerkrankungen bekannt, keine regelmäßige Medikamenteneinnahme, keine Allergien.
Status:
Neurologisch: Wach, allseits orientiert, kooperativ. GCS 15 (E4 V5 M6). Pupillen rund, mittelweit, isokor mit prompter direkter und konsensueller Lichtreaktion beidseits. Kein Meningismus, keine Lähmungen, Sensibilität und Motorik intakt. Keine Dysarthrie, keine Aphasie.
Schädel: Keine Prellmarken, keine Druckdolenz über Kalotte oder Gesichtsschädel. Kräftiger Kieferschluss schmerzfrei möglich.
Wirbelsäule: Keine Klopf- oder Druckdolenz über HWS, BWS oder LWS, Beweglichkeit unauffällig.
Thorax/Abdomen: Stabil, keine Kompressions- oder Fernschmerzen. Vesikuläres Atemgeräusch über allen Lungenfeldern, Herztöne rein und rhythmisch. Abdomen weich, nicht druckdolent, Darmgeräusche regelrecht.
Becken/Extremitäten: Stabil, keine Prellmarken, Gelenke frei beweglich, Sensibilität und Kraft seitengleich intakt, periphere Pulse allseits palpabel.
Beurteilung: Die Beschwerden werden im Rahmen eines leichten Schädel-Hirn-Traumas interpretiert. In der klinischen Untersuchung finden sich keine Hinweise auf neurologische Defizite oder strukturelle Schädelverletzung. Aufgrund des niedrigen Risikoprofils (kein Bewusstseinsverlust, keine Amnesie, kein Erbrechen, kein Gerinnungshemmer, unauffälliger neurologischer Befund) wurde auf eine sofortige kraniale CT-Bildgebung verzichtet. Eine stationäre Beobachtung mit regelmäßiger Vigilanzkontrolle ist angezeigt; alternativ kann bei stabiler Klinik und Aufklärung über Warnzeichen eine ambulante Beobachtung erfolgen. (Bei durchgeführtem CT: keine Fraktur, keine intrakraniellen Blutungen oder Verschiebungen.)
Prozedere: Klinische Überwachung und regelmäßige neurologische Reevaluation. Instruktion über Re-Kontaktkriterien (neu auftretende Kopfschmerzverstärkung, Erbrechen, Vigilanzminderung, Krampfereignis, fokale Ausfälle). Entlassung bei stabilem Verlauf und unauffälliger Kontrolle nach hausinternem Protokoll.
Anamnese: 45-jähriger Patient mit plötzlich einsetzenden, stechenden Schmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule, betont rechts paravertebral, ohne Ausstrahlung in die Beine. Keine Parästhesien, keine motorischen Schwächen, keine Sensibilitätsstörungen. Red Flags verneint: kein kürzliches Trauma oder Sturz, kein Fieber, kein ungewollter Gewichtsverlust, kein Nachtschmerz, keine bekannte Malignomerkrankung, keine Immunsuppression, kein i.v.-Drogenkonsum, kein kürzliches Wirbelsäulen-OP/Eingriff, keine prolongierte systemische Steroidtherapie, keine bekannte Osteoporose, keine Blasen- oder Mastdarmstörung, keine Sattelästhesie, keine progredienten neurologischen Defizite. Keine Allgemeinsymptome, kein Husten oder HWI-Zeichen. Hausärztlich bisher keine Abklärungen; eingenommene frei verkäufliche Analgetika führten zu teilweiser Linderung. Beruflich sitzende Tätigkeit, kürzlich ungewohnte körperliche Belastung beim Umzug.
Klinischer Status: Wach, orientiert, Vitalparameter stabil, afebril. Schonhaltung, schmerzbedingt vorsichtiger Gang. Inspektion Rücken: keine Rötung, keine Schwellung, keine Hautläsionen. Palpation: druck- und klopfdolente paravertebrale Muskulatur L3–L5 rechtsbetont, keine Stufenbildung der Dornfortsätze. Perkussion der Dornfortsätze reizlos. Beweglichkeit LWS schmerzbedingt reduziert (Flexion/Extension/Rotation). Lasègue- und Bragard-Test beidseits negativ, ISG-Druckzeichen negativ. Neurologie: Motorik beidseits 5/5 (L2–S1), Sensibilität in den Dermatomarealen intakt, Reflexe (ASR/PSR) symmetrisch, kein Pyramidenbahnzeichen.
Beurteilung: Wir interpretierten die Beschwerden im Rahmen eines unspezifischen akuten Rückenschmerzes ohne Hinweise auf radikuläre Symptomatik oder strukturelle spezifische Ursache. Klinisch zeigten sich keine Red Flags oder neurologische Defizite, sodass auf eine notfallmässige Bildgebung verzichtet wurde. Laborchemisch zeigten sich normwertige Entzündungsparameter, Elektrolyte und eine normwertige Nierenfunktion.
Therapie und Prozedere: Stufengerechte Analgesie mit nicht-steroidalen Antirheumatika in Standarddosierung. Wärmeanwendung und schonende Aktivität im Rahmen der Schmerzgrenze, keine Bettruhe. Frühzeitige Mobilisation und alltagsnahe Bewegung empfohlen. Sofortige Wiedervorstellung bei Zunahme der Schmerzen, neu auftretenden neurologischen Symptomen (Schwäche, Taubheit), Fieber oder Blasen-/Mastdarmstörungen. Geplante Verlaufskontrolle hausärztlich in 1–2 Wochen; bei Persistenz > 4–6 Wochen oder Verschlechterung Zuweisung zur weiterführenden Abklärung.