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Jetziges Leiden: Der Patient berichtet über plötzlich aufgetretene, vernichtende, wellenartige Schmerzen in der linken Flanke. Die Schmerzen strahlen in die Leiste und den Genitalbereich aus. Er könne keine ruhige Position finden und müsse ständig umhergehen. Übelkeit und Erbrechen seien mehrfach aufgetreten. Beim Wasserlösen habe er kein Blut bemerkt. Fieber wird verneint.
Die notfallmässige Zuweisung erfolgte durch den Hausarzt aufgrund von hohem Fieber, Schüttelfrost und starken rechtsseitigen Flankenschmerzen. Bei Eintritt präsentierte sich die Patientin in deutlich reduziertem Allgemeinzustand, febril bis 39.4 °C und tachykard. Der Blutdruck war initial erniedrigt, stabilisierte sich jedoch auf Volumengabe. Klinisch imponierte ein ausgeprägter Klopfschmerz über dem rechten Nierenlager. Laborchemisch zeigte sich eine schwere Entzündungskonstellation mit Leukozytose, Linksverschiebung sowie massiv erhöhtem CRP. Begleitend bestand eine akute Nierenfunktionsverschlechterung. Im Urinstatus wiesen wir eine Leukozyturie und Nitrit nach. Die notfallmässig durchgeführte Sonographie der Nieren schloss eine Hydronephrose oder Abszedierung aus.
Wir stellten die Diagnose einer Urosepsis bei akuter Pyelonephritis rechts. Nach Abnahme von Blut- und Urinkulturen etablierten wir eine kalkulierte intravenöse Antibiotikatherapie mit Ceftriaxon sowie eine aggressive Flüssigkeitssubstitution. In den Kulturen isolierten wir im Verlauf Escherichia coli mit sensiblem Resistenzprofil. Unter der eingeleiteten Therapie entfieberte die Patientin zügig und die Entzündungsparameter waren deutlich regredient. Die Nierenretentionswerte normalisierten sich vollständig. Nach klinischer Stabilisierung stellten wir auf eine resistenzgerechte orale Therapie mit Ciprofloxacin um. Wir konnten die Patientin in gutem Allgemeinzustand und beschwerdefrei nach Hause entlassen.
Abdomen/Flanken: Normale Darmgeräusche über allen Quadranten. Bauch weich, keine Abwehrspannung, keine Druckdolenz. Ausgeprägter Klopfschmerz über der linken Nierenloge, kontralateral reizlos.
Aorta abdominalis mit glatter Gefässwand, Durchmesser von XX cm normalkalibrig. Physiologischer Fluss (PSV XX m/s, EDV XX m/s). Nierenarterien beidseits im Verlauf gut darstellbar und stenosefrei. Glatte Gefässwände.
Rechts:
Abgang: PSV XX m/s, EDV XX m/s.
Mitte: PSV XX m/s, EDV XX m/s.
Hilus: PSV XX m/s, EDV XX m/s.
Links:
Abgang: PSV XX m/s, EDV XX m/s.
Mitte: PSV XX m/s, EDV XX m/s.
Hilus: PSV XX m/s, EDV XX m/s.
Nieren seitengleich gross, sonomorphologisch unauffällig. Homogene arterielle und venöse Perfusion in allen Abschnitten. Steiler systolischer intrarenaler Flussanstieg (Early Systolic Peak erhalten). Intrarenaler Widerstandsindex seitengleich im Normbereich (RI 0.XX-0.XX).
Beurteilung:
Es ergeben sich keine Hinweise auf eine hämodynamisch relevante Stenose der Nierenarterien beidseits. Die intrarenalen Flussmuster sind regelrecht und die Nierenmorphologie zeigt keine Auffälligkeiten.
Jetziges Leiden: Die Patientin berichtet über seit zwei Tagen bestehendes hohes Fieber und Schüttelfrost. Sie habe dumpfe, klopfende Schmerzen in der rechten Flanke. Zudem bestehe ein Brennen beim Wasserlassen und häufiger Harndrang. Der Urin sei trüb und rieche unangenehm. Übelkeit ist vorhanden, Erbrechen wird verneint. Vorbestehende Nierenerkrankungen sind nicht bekannt.