Psychopathologischer Befund: Leicht ungepflegtes Erscheinungsbild mit Schweissglanz, Kleidung der Situation angepasst. Hände deutlich feinschlägig tremorös, Patient sichtbar unruhig auf dem Stuhl, nestelt an Kleidung und Decke. Blickkontakt kurz, wirkt angespannt, aber kooperativ. Stimme leicht heiser, Sprechtempo normal bis leicht beschleunigt, berichtet spontan über körperliches Unwohlsein.
Bewusstsein und Orientierung: Wach, bewusstseinsklar, zeitlich, örtlich, situativ und zur Person orientiert. Kein Hinweis auf Verwirrtheit oder Bewusstseinstrübung.
Aufmerksamkeit, Konzentration und Gedächtnis: Auffassung leicht erschwert durch erhebliche innere Unruhe. Konzentration eingeschränkt, Patient bricht Aufgaben vorzeitig ab aufgrund vegetativer Beschwerden. Gedächtnis im Gespräch unauffällig, keine Hinweise auf retrograde oder anterograde Amnesie.
Formales Denken: Denkablauf leicht beschleunigt, teils sprunghaft, jedoch insgesamt geordnet und verständlich. Keine Denkzerfahrenheit, keine formalen Denkstörungen im engeren Sinne.
Inhaltliches Denken: Inhaltlich ausgeprägtes Kreisen um körperliche Entzugssymptome und Angst vor gesundheitlichen Schäden. Deutliches Verlangen nach Alkohol wird beschrieben. Keine anhaltenden wahnhaften Verfolgungs- oder Beeinträchtigungsideen, keine Fremdbeeinflussungsideen.
Wahrnehmung und Ich-Störungen: Keine akustischen oder optischen Halluzinationen, keine Illusionen. Keine Depersonalisation oder Derealisation, keine Ich-Störungen.
Affekt und Stimmung: Stimmung subjektiv ängstlich und angespannt, starke Besorgnis über körperlichen Zustand und Entzugssymptome. Objektiv ängstlich-dysphorischer Affekt, affektive Modulationsfähigkeit erhalten, jedoch durch Unruhe eingeschränkt.
Antrieb und Psychomotorik: Antrieb gesteigert im Sinne motorischer Unruhe, ausgeprägtes Nesteln, häufiges Aufstehen und Umhergehen im Zimmer. Vegetative Entzugssymptome mit Tremor, Schweissausbrüchen und innerer Unruhe.
Ängste, Zwänge und weitere Symptome: Ausgeprägte situationsbezogene Ängste vor somatischen Komplikationen und weitere Entzugserscheinungen. Keine Panikattacken im engeren Sinne, keine Zwänge, keine phobischen Symptome.
Suizidalität: Suizidgedanken werden verneint, der Patient berichtet jedoch über ausgeprägte Angst vor körperlichem Zusammenbruch. Keine autoaggressiven Handlungen in der Vorgeschichte im Zusammenhang mit Entzugsepisoden.
Krankheitseinsicht und -motivation: Einsicht in das bestehende Abhängigkeitssyndrom vorhanden, Entzug wird als notwendig akzeptiert. Behandlungsbereitschaft aktuell hoch, Motivation jedoch ambivalent durch starkes Craving belastet.
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Knie rechts/links: Beinachse gerade, keine Fehlstellung. Integument reizlos und intakt, keine Schwellung, keine Ergusszeichen, keine Überwärmung. Keine Druckdolenz über lateralem/medialem Gelenkspalt und Kollateralband. Patella regelrecht, indolent und gut verschieblich. Keine passive oder aktive Bewegungseinschränkung, Kraft seitengleich allseits M5. Varus-/Valgusstress indolent, ohne vermehrte Aufklappbarkeit in 0° und 20° Flexion. Lachmann unauffällig, kein vorderes/hinteres Schubladenphänomen, Apley-Manöver unauffällig, Steinmann I negativ, Periphere Durchblutung, Motorik und Sensibilität intakt.
Wirbelsäule: Keine Achsenabweichung ersichtlich. Integument über der Wirbelsäule reizlos und intakt. Keine palpable Stufenbildung keine Myogelose, keine para-/vertebrale Druck-/Klopfdolenz, kein Stauchungsschmerz. Keine aktive oder passive Bewegungseinschränkung der HWS, BWS und LWS. Inklination, Reklination, Seitneigung und Rotation schmerzfrei möglich. Zehen- und Strichgang möglich. Lasègue- und umgekehrtes Lasègue-Zeichen beidseits negativ. PSR +/+, ASR +/+, AddSR +/+, Babinski negativ. Sensibilität über allen Dermatomen seitengleich erhalten. Keine Krafteinschränkung in der Einzelkraftprüfung.
ISG: Keine Druckdolenz, Mennell-Zeichen negativ, kein Vor-/Rücklaufphänomen.
Schulter links/rechts: Symmetrisches Schulterrelief, Integument reizlos und intakt, kein Hämatom. Keine Druckdolenz über dem AC-/SC-Gelenk, der Clavicula, der Skapula und dem proximalen Humerus insbesondere dem Sulcus intertubercularis. Schürzen- und Nackengriff unauffällig, keine aktive oder passive Bewegungseinschhränkung: Anteversion/Retroversion 170°/0°/40°, Ad-/Abduktion 40°/0°/180°, Innen-/Aussenrotation 95°/0°/80°. Lift-Off-Test negativ, Jobe-Test negativ, Infraspinatus-Test negativ, Palm-Up-Test negativ, kein Panful-Arc, Neer-Test negativ. Kein Klaviertastenphänomen, Body-Cross-Test negativ. Periphere Durchblutung, Sensibilität und Motorik intakt.