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Jetziges Leiden: Der Patient berichtet über wellenartige, krampfartige Schmerzen im rechten Oberbauch. Die Schmerzen strahlen in die rechte Schulter und den Rücken aus. Auslöser sei eine fettreiche Mahlzeit gewesen. Übelkeit und Erbrechen seien begleitend aufgetreten. Fieber, Schüttelfrost oder eine Gelbfärbung der Augen werden verneint. Der Stuhl sei normal gefärbt.
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Anamnese: Der Patient berichtet eine Schnittverletzung am Zeigefinger der rechten Hand durch ein Küchenmesser vor zwei Stunden beim Zerkleinern von Gemüse. Sofortige Blutung, die durch Druck mit einem Tuch gestillt wurde. Keine weiteren Verletzungen, keine Bewusstseinsstörung, keine Medikamenteneinnahme.
Status: Lineare Schnittwunde am dorsalen Aspekt des proximalen Mittelphalangealgelenks des Zeigefingers rechts, Länge 3 cm, Tiefe oberflächlich bis in die Dermis. Wundränder sauber, keine Fremdkörper, keine sichtbare Beteiligung von Sehnen oder Gefässen. Umgebendes Gewebe unauffällig, keine Schwellung, Sensibilität und Motorik distal intakt.
Therapie: Wunddesinfektion und Spülung mit physiologischer Kochsalzlösung. Lokale Infiltration mit Anästhetikum. Wundadaptation mit vier Einzelknopfnähten. Anlage eines sterilen Wundverbandes.
Prozedere: Wundkontrolle in fünf Tagen auf der Notfallstation. Fadenentfernung nach zehn Tagen durch den Hausarzt.
Anamnese: Sturz vor ca. einer Stunde auf den Hinterkopf. Keine Synkope, keine Amnesie für das Ereignis. Keine Übelkeit, kein Erbrechen, keine Sehstörungen. Letzte Tetanus-Impfung vor über 10 Jahren.
Status: Wacher, adäquater und allseits orientierter Patient (GCS 15). Vitalparameter stabil. Okzipital rechts paramedian findet sich eine ca. 4 cm lange, zerklüftete Riss-Quetsch-Wunde (RQW) bis auf die Galea reichend. Keine aktive Blutung, keine sichtbaren Fremdkörper. Schädelkalotte palpatorisch stabil, keine Stufenbildung. Neurologischer Status: Pupillen isokor, rund, beidseits prompte direkte und konsensuelle Lichtreaktion. Grobneurologisch keine fokal-neurologischen Defizite. Halswirbelsäule frei beweglich, kein Druck- oder Klopfschmerz über den Dornfortsätzen.
Durchgeführte Bildgebung: In der nativen Computertomographie des Neurocraniums zeigten sich keine Anzeichen einer intrakraniellen Blutung, keine Fraktur der Schädelkalotte und keine Weichteilschwellung.
Therapie: Wundinspektion in Lokalanästhesie. Ausgiebige Spülung mit NaCl 0.9% und sorgfältiges Débridement der Wundränder. Adaptation der Wunde mittels fünf Einzelknopfnähten. Anlage eines sterilen, trockenen Verbandes. Verabreichung einer Tetanus-Auffrischimpfung.
Procedere: Instruktion zur sofortigen Wiedervorstellung bei Zunahme von Cephalgien, Auftreten von Übelkeit, Erbrechen, Vigilanzminderung oder neuen neurologischen Symptomen. Wundkontrolle und Fadenentfernung in 10 Tagen durch den Hausarzt.
Anamnese: Seit mehreren Wochen nächtliches Kribbeln und Taubheitsgefühl im Versorgungsgebiet von Daumen, Zeige- und Mittelfinger rechts/links, mit Aufwachen in der Nacht und Besserung durch Ausschütteln der Hand. Tagsüber Zunahme der Beschwerden bei längerem Beugen/Strecken des Handgelenks (z. B. Telefonieren, Lenken). Gelegentliches Fallenlassen kleiner Gegenstände, subjektiv verminderte Feinmotorik. Keine recenten Traumen, keine Nackenschmerzen, keine ausstrahlenden Beschwerden proximal.
Status: Handgelenk/Hand rechts/links: Integument intakt, keine Schwellung, keine Überwärmung. Thenar ohne ausgeprägte Atrophie. Sensibilität palmar dig. I–III sowie radiale Hälfte dig. IV gegenüber kontralateral vermindert, ulnare und radiale Sensibilität unauffällig. 2-Punkt-Diskrimination über dig. II palmar seitenspezifisch verlängert. Daumenopposition und Pinzettengriff kraftgemindert, sonstige intrinsische Handmuskulatur seitengleich kräftig. Tinel-Zeichen über dem Karpaltunnel auslösbar. Phalen-Test nach 60 s reproduzierbar positiv. Durkan-Test positiv. Periphere Durchblutung erhalten (Kapillarfüllung < 2 s), Hauttemperatur seitengleich, Radialispuls palpabel.
Beurteilung: Beschwerde- und Befundkonstellation mit sensiblen Störungen im Medianus-Territorium und positiven Provokationstests am Karpaltunnel, ohne klinische Hinweise auf ulnare oder radiale Beteiligung.
Procedere: Elektrophysiologische Abklärung (Nervenleitgeschwindigkeit/EMG) zur Objektivierung und Graduierung. Sonografische Beurteilung des Nervus medianus am Karpaltunnel bei Bedarf. Nächtliche Ruhigstellung des Handgelenks in Neutralstellung mittels Schiene. Anpassung belastender Aktivitäten und Ergonomie mit Vermeidung prolongierter Flexion/Extension im Handgelenk. Handchirurgische Beurteilung bei persistierenden sensomotorischen Defiziten, ausgeprägter Funktionsbeeinträchtigung oder Thenaratrophie.
Verlauf: Der Patient gibt an, dass die Wundschmerzen im Operationsgebiet gut rückläufig seien und mit der oralen Basismedikation ausreichend kontrolliert würden. Die Wunde ist trocken und reizlos. Rötung, Überwärmung oder Sekretion wurden nicht bemerkt. Die Fäden sind intakt. Sensibilitätsstörungen im Wundbereich bestehen nicht.
Zehen rechts: Großzehe rechts mit valgischer Stellung der Nagelplatte und eingewachsenen lateralen Nagelkante. Lateraler Nagelwall verdickt, gerötet und druckdolent, kleine Granulationswucherung am Nagelfalz, keine tiefe Ulzeration, kein ausgedehntes Hämatom.
Lokalisierter Druckschmerz am lateralen Nagelfalz, verstärkt beim Abrollen des Fußes und beim Tragen engen Schuhwerks. Übrige Zehen ohne Rötung, Schwellung oder Druckdolenz. Beweglichkeit der Großzehengelenke frei, Sensibilität und Durchblutung der Großzehe intakt.
Anamnese: Der Patient stellt sich vor mit seit drei Tagen bestehenden, progredienten Schmerzen am rechten Zeigefinger. Er berichtet über einen pochenden Schmerzcharakter, der ihn in der letzten Nacht wachgehalten habe. Als mögliche Ursache gibt er an, sich vor einigen Tagen einen Niednagel abgerissen zu haben. Fieber oder Schüttelfrost werden verneint. Der Tetanusschutz ist gemäss Impfausweis aktuell.
Status: Rechter Zeigefinger: Es zeigt sich eine deutliche Rötung und ödematöse Schwellung des ulnaren Nagelwalls, die sich bis auf die palmare Seite der Fingerbeere ausdehnt. Der Bereich ist überwärmt und weist eine ausgeprägte Druckdolenz auf. Zentral am Nagelwall ist eine Fluktuation tastbar, wobei eine gelbliche Eiteransammlung unter der Epidermis durchschimmert. Die Beweglichkeit im distalen Interphalangealgelenk ist schmerzbedingt leicht eingeschränkt, der fortgeleitete Druckschmerz entlang der Beugesehne ist jedoch negativ. Es bestehen keine Hinweise auf eine Lymphangitis; die axillären Lymphknoten sind nicht vergrössert palpabel.
Beurteilung und Therapie: Wir diagnostizierten ein abszedierendes Panaritium parunguale am rechten Zeigefinger. Nach Desinfektion und sterilem Abdecken führten wir eine Oberst-Leitungsanästhesie an der Basis des Zeigefingers mit insgesamt 4 ml Lidocain 1% ohne Adrenalin durch. Nach Eintritt der Anästhesiewirkung erfolgte eine Stichinzision über dem Punctum maximum der Fluktuation. Es entleerten sich reichlich Pus und Zelldetritus. Die Wundhöhle wurde sondiert und ausgiebig mit NaCl 0.9% sowie Betadine gespült. Anschliessend wurde eine kleine Lasche eingelegt, um den Sekretabfluss zu gewährleisten, und ein steriler Verband angelegt.
Prozedere: Ruhigstellung des Fingers mittels Schiene. Konsequentes Hochlagern der Hand. Tägliche Handbäder in lauwarmer Seifenlauge oder Kamille für ca. 10 Minuten ab morgen empfohlen. Analgesie nach Massgabe der Beschwerden. Wundkontrolle sowie Entfernung der Lasche in zwei Tagen beim hausärztlichen Dienst. Bei Zunahme der Rötung, Auftreten von Fieber oder Ausbreitung eines roten Striches am Unterarm bitten wir um sofortige Wiedervorstellung.
Lokalstatus rechter Unterarm volar: Ca. 5 x 8 cm grosses Areal mit flächigem Erythem und zentralen, teils rupturierten, teils intakten Bullae. Wundgrund feucht, rosig und vital. Keine Nekrosen, keine Fibrinbeläge. Rekapillarisierung am Wundgrund prompt. Pin-Prick-Test positiv. Periphere Durchblutung, Motorik und Sensibilität distal der Läsion intakt.
Jetziges Leiden: Die Patientin berichtet über seit zwei Tagen zunehmende Schmerzen im linken Unterbauch. Die Schmerzen seien dumpf und strahlten in den Rücken aus. Fieber oder Schüttelfrost werden verneint. Der letzte Geschlechtsverkehr sei schmerzhaft gewesen (Dyspareunie). Die letzte Regelblutung war vor zwei Wochen und unauffällig. Ausfluss oder Blutungen bestehen aktuell nicht.
Befund: Leber normal gross, homogen, ohne fokale Läsionen. Gallenblase wandzart, steinfrei. Gallenwege nicht erweitert. Pankreas normal konfiguriert, homogen. Milz homogen, normal gross. Nieren beidseits orthotop, normal gross, zeitgerechte Kontrastmittelextretion, kein Stau. Nebennieren unauffällig. Harnblase glatt berandet. Keine Lymphadenopathie retroperitoneal/mesenterial. Keine freie Flüssigkeit/Luft. Darmschenkel unauffällig kalibriert. Grosse Gefässe regelrecht. Skelett intakt. Beurteilung: Unauffälliges CT Abdomen.
Jetziges Leiden: Die Patientin berichtet über krampfartige Bauchschmerzen, die wellenförmig auftreten. Sie habe seit zwei Tagen keinen Stuhlgang mehr gehabt und seit heute auch keinen Windabgang mehr. Der Bauch fühle sich aufgebläht an. Sie müsse immer wieder gallig erbrechen. Voroperationen am Bauch sind bekannt (Hysterektomie vor 10 Jahren).
Anamnese:
Akutes Ereignis während sportlicher Belastung (XX). Patient berichtet über peitschenknallartiges Geräusch und sofortigen Funktionsverlust sowie einschießenden Schmerz im Bereich der distalen Wade/Fersenregion. Belastung seither nicht mehr möglich.
Befund:
OSG/Rückfuß: Deutliche Schwellung und Hämatomverfärbung perimalleolär und über der Achillessehne. Tastbare Delle im Sehnenverlauf ca. XX cm proximal des Ansatzes am Calcaneus. Thompson-Test positiv. Zehenstand nicht möglich. Aktive Plantarflexion deutlich aufgehoben/schmerzhaft eingeschränkt. pDMS intakt.
Diagnostik:
Sonografie: Nachweis einer kompletten Kontinuitätsunterbrechung der Achillessehne mit Dehiszenz von XX mm. Hämatom im Rupturbereich.
Röntgen OSG (optional): Kein knöcherner Ausriss am Calcaneus, keine Frakturzeichen.
Diagnose:
Frische Achillessehnenruptur (links/rechts).
Prozedere:
Anlage einer Schiene in Spitzfußstellung (ca. 20°). Entlastung an Unterarmgehstützen. Analgesie mit (Medikament) und Thromboseprophylaxe eingeleitet. Zeitnahe elektive Vorstellung zur OP-Planung/weiteren Therapieentscheidung.
Abdomen: Die Bauchdecke ist weich und im Niveau der Thoraxwand. Es besteht kein Druckschmerz und keine Abwehrspannung. Die Darmgeräusche sind über allen vier Quadranten lebhaft vorhanden. Die Magen-Darm-Passage ist aktiv; Winde sind abgegangen und der letzte Stuhlgang war am heutigen Morgen unauffällig.
Leiste/Abdomen: Pralle, nicht reponible, druckdolente Raumforderung in der rechten Leistenregion, Hustenimpuls fehlend. Überlagernde Haut intakt, keine Rötung. Bauch weich ohne generalisierte Abwehrspannung; lokaler Schmerz bei Palpation entlang des Leistenkanals. Darmgeräusche abgeschwächt. DRU: Unauffällig, indolent, kein Blut am Fingerling.
Anamnese: Notfallmäßige Zuweisung durch den Rettungsdienst nach Sturzereignis. Der Patient berichtet über einen Sturz aus stehender Höhe direkt auf die betroffene Seite. Unmittelbar einschießende, immobilisierende Schmerzen im Bereich des Oberschenkels/der Hüfte. Eine Belastung der Extremität war seither nicht mehr möglich. Keine Hinweise auf ein hochenergetisches Trauma oder eine vorausgegangene Synkope. Vorbekannte Osteoporose wird bejaht/verneint.
Klinischer Status: Patient in schmerzbedingt reduziertem Allgemeinzustand. Die betroffene Extremität zeigt sich im Seitenvergleich verkürzt und in deutlicher Außenrotation fehlgestellt. Massive Druckdolenz über dem proximalen Femur/Femurschaft mit tastbarer Krepitation und beginnender Weichteilschwellung. Aktive Beweglichkeit im Hüft- und Kniegelenk schmerzbedingt aufgehoben. pDMS: Sensibilität und Motorik distal der Läsion intakt. Fußpulse (A. dorsalis pedis und A. tibialis posterior) seitengleich kräftig tastbar. Kapilläre Reperfusionszeit unter 2 Sekunden. Keine Hinweise auf ein Kompartmentsyndrom.
Diagnostik: Rx Femur und Hüfte in 2 Ebenen: Nachweis einer dislozierten Fraktur des Femurs (AO-Klassifikation: XX). Laborchemisch zeigen sich regelrechte Gerinnungsparameter und eine diskrete normozytäre Anämie. Infektparameter unauffällig. Präoperatives Basislabor sowie EKG liegen vor.
Beurteilung: Es liegt eine klinisch und radiologisch gesicherte, dislozierte Femurfraktur vor. Aufgrund der Instabilität und zur zeitnahen Mobilisation ist eine operative Versorgung zwingend indiziert.
Prozedere: Stationäre Aufnahme zur operativen Stabilisierung (geplant: Marknagelosteosynthese/Winkelstabile Platte/Prothetischer Ersatz). Einleitung einer Analgesie mittels Opioiden und peripheren Analgetika. Anlage einer temporären Schienung zur Schmerzreduktion. Thromboseprophylaxe mittels niedermolekularem Heparin wurde eingeleitet. Der Patient verbleibt nüchtern. Die chirurgische und anästhesiologische Aufklärung ist erfolgt.
Jetziges Leiden: Der Patient berichtet über eine Schwellung in der rechten Leiste, die er beim Heben einer schweren Kiste bemerkt habe. Die Schwellung schmerze leicht und drücke. Im Liegen lasse sie sich zurückdrücken. Übelkeit, Erbrechen oder starke Schmerzen bestehen nicht. Der Stuhlgang funktioniere normal. Die Schwellung werde beim Husten grösser.
Jetziges Leiden: Die Patientin stellt sich mit massivsten Bauchschmerzen vor, die akut begonnen haben. Die Schmerzen sind diffus im ganzen Abdomen lokalisiert, mit einem Maximum im rechten Unterbauch. Erschütterung und Bewegung verstärke den Schmerz. Begleitend bestehen Übelkeit und Erbrechen. Stuhlgang und Winde seien sistiert. Fieber wurde zu Hause mit 38.5 Grad gemessen.
Anamnese: Vorstellung des Patienten mit akut einsetzenden, stechenden Schmerzen im lumbalen Übergang mit Ausstrahlung über die dorsale Oberschenkel- und Unterschenkelpartie bis in den lateralen Fußrand links (Dermatom S1). Die Schmerzintensität wird auf der Visuellen Analogskala (VAS) mit 8/10 angegeben. Provokation durch Husten und Pressen. Vorbekannt sind rezidivierende Lumbalgien. Aktuell keine Miktions- oder Defäkationsstörungen, keine Reithosenanästhesie. B-Symptomatik oder vorangegangene Traumata werden verneint.
Körperlicher Befund: Gangbild aufgrund der Schmerzsymptomatik leicht hinkend links, Zehen- und Hackengang links schmerzbedingt erschwert. Wirbelsäule: Inspektorisch dezente Entlastungshaltung nach rechts (skoliotische Fehlhaltung). Deutlicher Hartspann der paravertebralen Muskulatur lumbal. Druckschmerz über den Processus spinosi L4-S1 sowie über dem linken ISG. Neurologie: Lasègue-Zeichen links bei 30° positiv, Bragard-Zeichen positiv. Umgekehrter Lasègue negativ. Motorik: Kraftgrade nach Janda: Fußsenker links (M. triceps surae) 4/5, Großzehenheber beidseits 5/5, Kniestrecker beidseits 5/5. Sensibilität: Hypästhesie im Bereich des lateralen Fußrandes und der Fußsohle links (S1). Reflexe: Achillessehnenreflex (ASR) links im Seitenvergleich abgeschwächt, Patellarsehnenreflex (PSR) beidseits mittellehaft auslösbar. Keine Pyramidenbahnzeichen. pDMS im Übrigen intakt.
Beurteilung: Das klinische Bild entspricht einer akuten Lumboischialgie links mit radikulärer Symptomatik im Dermatom S1, hochgradig verdächtig auf einen sequestrierten Bandscheibenprolaps L5/S1. Aufgrund der motorischen Schwäche (Kraftgrad 4/5) besteht eine relative Operationsindikation, primär wird jedoch ein konservativer Therapieversuch unter engmaschiger klinischer Kontrolle eingeleitet. Zeichen eines Cauda-equina-Syndroms liegen aktuell nicht vor.
Therapie und Prozedere: Einleitung einer stufengerechten Analgesie. Ggf Magenschutz mittels Pantoprazol 40mg. xxx Zeitnahe Durchführung einer MRT-Lendenwirbelsäule zur morphologischen Korrelation. xxx Verordnung von Physiotherapie (Krankengymnastik, Wärmeanwendung). Der Patient wurde über Red Flags (Zunahme der Parese, Blasen-Mastdarm-Störungen) aufgeklärt; in diesen Fällen ist eine sofortige stationäre Wiedervorstellung zur operativen Dekompression zwingend erforderlich.
Die Zuweisung erfolgte zur elektiven operativen Versorgung bei bioptisch gesichertem Adenokarzinom des Sigmas. Das präoperative Staging mittels CT Thorax/Abdomen zeigte keine Fernmetastasen (cT3 cN1 cM0). Bei Eintritt war der Patient in gutem Allgemeinzustand, kardiopulmonal kompensiert und ohne akute Beschwerden. Die Darmvorbereitung wurde gut vertragen.
Wir führten eine laparoskopische Sigmaresektion unter Einhaltung der onkologischen Kriterien (Complete Mesocolic Excision, CME) mit primärer Anastomose durch. Der intraoperative Verlauf war komplikationslos. Postoperativ erfolgte die Betreuung nach dem ERAS-Konzept (Enhanced Recovery After Surgery) mit frühzeitiger Mobilisation und Kostaufbau, was vom Patienten gut toleriert wurde. Die Darmtätigkeit setzte am zweiten postoperativen Tag ein. Die histopathologische Untersuchung ergab ein pT3 pN1 (2/15) L1 V0 R0 G2 Karzinom. Der Fall wurde am interdisziplinären Tumorboard vorgestellt, welches aufgrund des Lymphknotenbefalls (Stadium III) die Indikation für eine adjuvante Chemotherapie stellte. Die Anmeldung an die Onkologie wurde in die Wege geleitet. Der Austritt erfolgte bei primär heilenden Wunden in die häusliche Umgebung.
Die notfallmässige Zuweisung erfolgte aufgrund von seit dem Vorabend bestehenden, kolikartigen Oberbauchschmerzen rechts mit Ausstrahlung in die rechte Schulter sowie Übelkeit und Erbrechen. Bei Eintritt präsentierte sich der Patient in schmerzreduziertem Allgemeinzustand, subfebril und tachykard. Klinisch bestand ein deutlicher Druckschmerz im rechten oberen Quadranten mit positivem Murphy-Zeichen. Laborchemisch zeigte sich eine Entzündungskonstellation mit Leukozytose und CRP-Erhöhung sowie eine leichte erhöhung der Cholestaseparameter. Die Abdomensonographie bestätigte eine Cholezystolithiasis mit verdickter Gallenblasenwand und pericholezystärer Flüssigkeit, vereinbar mit einer akuten Cholezystitis.
Wir stellten die Indikation zur zeitnahen operativen Sanierung und führten am Folgetag eine laparoskopische Cholezystektomie durch. Intraoperativ zeigte sich eine ödematöse Gallenblase, der Eingriff verlief komplikationslos. Die präoperativ begonnene antibiotische Therapie mit Ceftriaxon und Metronidazol wurde perioperativ fortgeführt und postoperativ abgesetzt. Der Kostaufbau wurde gut vertragen und die Mobilisation erfolgte rasch. Die histologische Aufarbeitung bestätigte eine ulzerophlegmonöse Cholezystitis. Wir konnten den Patienten bei reizlosen Wundverhältnissen und rückläufigen Entzündungsparametern in gutem Allgemeinzustand nach Hause entlassen. Eine fettarme Diät ist für ca. zwei Wochen empfohlen.
Aufklärung: Der Patient wurde durch den Operateur über den geplanten Eingriff, mögliche Alternativen und spezifische Risiken wie Blutung, Infektion, Wundheilungsstörungen, Nervenverletzungen und Thrombose aufgeklärt. Er hat den Inhalt des Gesprächs verstanden, alle Fragen wurden beantwortet und die schriftliche Einwilligung liegt vor.
Verlauf: Der Patient berichtet, dass er den Kostaufbau mit flüssiger und breiiger Kost gut vertragen habe. Übelkeit oder Erbrechen sind nicht aufgetreten. Er verspüre leichten Appetit. Winde seien bereits abgegangen, Stuhlgang habe bisher noch nicht stattgefunden. Bauchschmerzen oder ein Völlegefühl nach dem Essen werden verneint.
Subjektives Befinden: Der Patient berichtet am XX. postoperativen Tag über ein stabiles Allgemeinbefinden und gut kontrollierbare Schmerzen im Operationsgebiet. Keine Übelkeit oder Erbrechen.
Status: Abdomen weich, kein Druckschmerz, keine Abwehrspannung. Darmgeräusche über allen Quadranten auskultierbar. Trokar-Inzisionen reizlos, trocken, keine Rötung oder Sekretion.
Verlauf und Massnahmen: Die Mobilisation wurde erfolgreich durchgeführt. Der Kostaufbau wurde begonnen und gut vertragen. Miktion und Defäkation sind spontan erfolgt. Die Vitalparameter präsentieren sich stabil im Normbereich.
Status Leistenhernie
Abdomen: Weich, indolent, keine Abwehrspannung, keine tastbaren Resistenzen.
Inguinalregion: Vorwölbung XX-seitig, glatt begrenzt, weich, manuell reponibel. Hustenanprall positiv. Bruchpforte tastbar (ca. XX cm).
Genitale: Skrotum und Hoden bds. unauffällig, keine Stauungssymptomatik.
Die notfallmässige Vorstellung erfolgte aufgrund von plötzlich aufgetretenen, atemabhängigen Thoraxschmerzen rechts und Dyspnoe. Klinisch imponierte ein abgeschwächtes Atemgeräusch rechtsseitig. Im Röntgen Thorax bestätigte sich ein grosser Pneuspalt rechts apikal und lateral ohne Spannungskomponente (Mantelpneu > 2cm). Bei einem jungen Patienten ohne vorbestehende Lungenerkrankung gingen wir von einem primären Spontanpneumothorax aus.
Wir führten in Lokalanästhesie die Einlage einer Thoraxdrainage (Bülau-Position) durch. Darunter entfaltete sich die Lunge im Kontrollbild vollständig. Ein Sog wurde initial nicht angelegt. Da keine persistierende Luftleckage (Fistelung) bestand, konnte die Drainage nach 48 Stunden abgeklemmt und anschliessend komplikationslos entfernt werden. Das Abschlussröntgen zeigte eine vollständig entfaltete Lunge. Wir entliessen den Patienten mit der Empfehlung zur körperlichen Schonung und einem Tauchverbot. Ein operatives Vorgehen ist bei einem Rezidiv zu diskutieren.