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Anamnese: Der Patient berichtet eine Schnittverletzung am Zeigefinger der rechten Hand durch ein Küchenmesser vor zwei Stunden beim Zerkleinern von Gemüse. Sofortige Blutung, die durch Druck mit einem Tuch gestillt wurde. Keine weiteren Verletzungen, keine Bewusstseinsstörung, keine Medikamenteneinnahme.
Status: Lineare Schnittwunde am dorsalen Aspekt des proximalen Mittelphalangealgelenks des Zeigefingers rechts, Länge 3 cm, Tiefe oberflächlich bis in die Dermis. Wundränder sauber, keine Fremdkörper, keine sichtbare Beteiligung von Sehnen oder Gefässen. Umgebendes Gewebe unauffällig, keine Schwellung, Sensibilität und Motorik distal intakt.
Therapie: Wunddesinfektion und Spülung mit physiologischer Kochsalzlösung. Lokale Infiltration mit Anästhetikum. Wundadaptation mit vier Einzelknopfnähten. Anlage eines sterilen Wundverbandes.
Prozedere: Wundkontrolle in fünf Tagen auf der Notfallstation. Fadenentfernung nach zehn Tagen durch den Hausarzt.
Anamnese: Sturz vor ca. einer Stunde auf den Hinterkopf. Keine Synkope, keine Amnesie für das Ereignis. Keine Übelkeit, kein Erbrechen, keine Sehstörungen. Letzte Tetanus-Impfung vor über 10 Jahren.
Status: Wacher, adäquater und allseits orientierter Patient (GCS 15). Vitalparameter stabil. Okzipital rechts paramedian findet sich eine ca. 4 cm lange, zerklüftete Riss-Quetsch-Wunde (RQW) bis auf die Galea reichend. Keine aktive Blutung, keine sichtbaren Fremdkörper. Schädelkalotte palpatorisch stabil, keine Stufenbildung. Neurologischer Status: Pupillen isokor, rund, beidseits prompte direkte und konsensuelle Lichtreaktion. Grobneurologisch keine fokal-neurologischen Defizite. Halswirbelsäule frei beweglich, kein Druck- oder Klopfschmerz über den Dornfortsätzen.
Durchgeführte Bildgebung: In der nativen Computertomographie des Neurocraniums zeigten sich keine Anzeichen einer intrakraniellen Blutung, keine Fraktur der Schädelkalotte und keine Weichteilschwellung.
Therapie: Wundinspektion in Lokalanästhesie. Ausgiebige Spülung mit NaCl 0.9% und sorgfältiges Débridement der Wundränder. Adaptation der Wunde mittels fünf Einzelknopfnähten. Anlage eines sterilen, trockenen Verbandes. Verabreichung einer Tetanus-Auffrischimpfung.
Procedere: Instruktion zur sofortigen Wiedervorstellung bei Zunahme von Cephalgien, Auftreten von Übelkeit, Erbrechen, Vigilanzminderung oder neuen neurologischen Symptomen. Wundkontrolle und Fadenentfernung in 10 Tagen durch den Hausarzt.
Anamnese: Seit mehreren Wochen nächtliches Kribbeln und Taubheitsgefühl im Versorgungsgebiet von Daumen, Zeige- und Mittelfinger rechts/links, mit Aufwachen in der Nacht und Besserung durch Ausschütteln der Hand. Tagsüber Zunahme der Beschwerden bei längerem Beugen/Strecken des Handgelenks (z. B. Telefonieren, Lenken). Gelegentliches Fallenlassen kleiner Gegenstände, subjektiv verminderte Feinmotorik. Keine recenten Traumen, keine Nackenschmerzen, keine ausstrahlenden Beschwerden proximal.
Status: Handgelenk/Hand rechts/links: Integument intakt, keine Schwellung, keine Überwärmung. Thenar ohne ausgeprägte Atrophie. Sensibilität palmar dig. I–III sowie radiale Hälfte dig. IV gegenüber kontralateral vermindert, ulnare und radiale Sensibilität unauffällig. 2-Punkt-Diskrimination über dig. II palmar seitenspezifisch verlängert. Daumenopposition und Pinzettengriff kraftgemindert, sonstige intrinsische Handmuskulatur seitengleich kräftig. Tinel-Zeichen über dem Karpaltunnel auslösbar. Phalen-Test nach 60 s reproduzierbar positiv. Durkan-Test positiv. Periphere Durchblutung erhalten (Kapillarfüllung < 2 s), Hauttemperatur seitengleich, Radialispuls palpabel.
Beurteilung: Beschwerde- und Befundkonstellation mit sensiblen Störungen im Medianus-Territorium und positiven Provokationstests am Karpaltunnel, ohne klinische Hinweise auf ulnare oder radiale Beteiligung.
Procedere: Elektrophysiologische Abklärung (Nervenleitgeschwindigkeit/EMG) zur Objektivierung und Graduierung. Sonografische Beurteilung des Nervus medianus am Karpaltunnel bei Bedarf. Nächtliche Ruhigstellung des Handgelenks in Neutralstellung mittels Schiene. Anpassung belastender Aktivitäten und Ergonomie mit Vermeidung prolongierter Flexion/Extension im Handgelenk. Handchirurgische Beurteilung bei persistierenden sensomotorischen Defiziten, ausgeprägter Funktionsbeeinträchtigung oder Thenaratrophie.